Die 5 häufigsten Fragen zur basischen Ernährung

Wir haben die 5 häufigsten Fragen gesammelt, auf die man unweigerlich stoßt, wenn man anfängt sich mit basischer Ernährung zu beschäftigen.

  • Kann man den pH-Wert im Körper durch Essen verändern?
  • Zitronen schmecken doch sauer? Wie können sie basisch sein?
  • Bekommt man ausreichend Proteine bei der basischen Ernährung?
  • Kann ich durch basische Ernährung Gewicht verlieren oder auch zunehmen?
  • Kann man ZU basisch werden?

Nein. Wir verändern mit der basischen Ernährung den pH-Wert NICHT. Der Körper hat ganz strenge Regulationsmechanismen, die dafür sorgen, dass die unterschiedlichen pH-Werte im Körper konstant gehalten werden. Wenn der Körper das ganz von allein reguliert, dann besteht also überhaupt keine Notwendigkeit basisch zu essen…. Oder doch?

Genau das ist der Punkt!

Das Ziel der basischen Ernährung ist die Entlastung der Regulationsmechanismen. Jeder weiß, dass ein Gegenstand, der sehr viel beansprucht wird, über die Jahre Verschleißerscheinungen hervorruft. Exakt dasselbe passiert in unserem Körper. Überbeanspruchen wir diese Puffersysteme, werden sie irgendwann in Mitleidenschaft gezogen und fangen an zu „hinken“. Wie schön, ist dann die Tatsache, zu wissen, dass man allein durch gesunde Lebensmittel dafür sorgen kann, dass eben nichts in unserem Körper zu humpeln anfängt.

Schauen wir uns mal an, welche Eigenschaften säurebildende und basenbildende Nahrungsmittel mit sich bringen:

Säurebildende LebensmittelBasenbildende Lebensmittel
NährstoffarmNährstoffreich
ZuckerreichZuckerarm
Hoher Gehalt an TransfettsäurenHoher Gehalt an ungesättigten Fettsäuren
TotLebendig
Stark verarbeitetKaum verarbeitet
EnergieraubendEnergiegebend
Fördert EntzündungenHemmt Entzündungen
Fördert ÜbergewichtVerhindert Übergewicht
Fördert BluthochdruckVerhindert Bluthochdruck
Belastet VerdauungssystemUnterstützt Verdauungssystem

Das Unglaubliche an dieser Geschichte ist: Es gibt KEIN EINZIGES basisches Lebensmittel, das dem Körper nicht gut tut. Wenn man sich die Evolution anschaut, dann können wir davon ausgehen, dass unser Körper niemals dazu gemacht wurde, sich mit den Mengen an Säuren herumzuschlagen, wie er es heute machen muss. Sonst würden auf den Wiesen BigMacs wachsen und in den Flüssen Coca-Cola fließen 😊

 

Der menschliche Körper bildet selbst Säuren: sogenannte metabolische Säuren. Das sind Abfallprodukte aus unserem Stoffwechsel, die neutralisiert und ausgeschieden werden müssen. Dabei unterstützen ihn die Puffersysteme, die z.B. dafür sorgen, dass unser Blut pH-Wert immer ein bisschen alkalisch bei ungefähr 7,4 bleibt.

 

Fügen wir jetzt von außen regelmäßig große Säurefluten durch Fastfood, Alkohol, Weißmehl, raffinierten Zucker oder Stress zu, dann müssen basische Mineralstoffe von irgendwo „hergezaubert“ werden, um diese Säuren neutralisieren zu können. Das bedeutet: wir holen uns z.B. Calcium aus den Knochen, Magnesium aus den Muskeln, Kalium aus dem Nervensystem oder Eisen aus den roten Blutkörperchen. Durch einen basischen Lebensstil verhindern wir genau diese Selbstabbau-Prozesse. Ist doch genial!

2) Zitronen schmecken doch sauer? Wie können sie also basisch sein?

Ob ein Lebensmittel basen- oder säurebildend ist, hängt nicht von seinem Geschmack ab, sondern von der Art, wie es im Körper wirkt.

Zitronen enthalten neben der Zitronensäure (die für den sauren Geschmack verantwortlich ist), sehr hohe Mengen an basischen Mineralstoffen, wie Kalium, Magnesium und Natrium.

Dadurch hat sie einen hohen Basenüberschuss und freut sich darüber, jeden Tag verzehrt zu werden. 😊

3) Bekommt man ausreichend Proteine bei der basischen Ernährung?

Das ist eine sehr häufig gestellte Frage, die sehr wichtig ist, aber möglicherweise etwas umformuliert gehört.

Probieren wir es mal so: Wie viel Protein brauche ich überhaupt? Robert Young (Pionier der basischen Ernährung) behauptet, eine Person braucht nicht mehr als 20g Protein pro Tag, allerdings verändert sich die Menge je nach Aktivitätslevel. Ein aktiver, sportlicher Mensch würde demnach 50-100g Eiweiß/ Tag benötigen.

Dieser Wert ist aber noch meilenweit entfernt von manchen Verzehrsempfehlungen, die sich auf 2g Protein pro Kilogramm Körpergewicht berufen. Das wären bei einem durchschnittlichen Erwachsenen mit 70 kg ungefähr 140g Eiweiß täglich.

Proteine sorgen nicht nur für starke Muskeln, sondern auch für schönes Haar und eine straffe und zarte Haut – und da aus Proteinen auch Antikörper hergestellt werden – für ein leistungsfähiges Immunsystem. Auch viele Hormone und körpereigene Enzyme bestehen vorwiegend aus Proteinen. Da Proteine darüber hinaus die Baustoffe einer jeden einzelnen Zelle sind, gibt es im Körper keine einzige Struktur, die nicht in irgendeiner Form aus Proteinen bestehen würde.

Der menschliche Organismus ist folglich auf eine hochwertige Proteinversorgung angewiesen. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir nun wahllos und in übergroßen Mengen proteinreiche Lebensmittel essen müssten, auch müssen es keine tierischen Proteine sein. Stattdessen lässt sich der Proteinbedarf sehr gut mit einer rein pflanzlichen Ernährung decken.

Wenn es um das Thema Proteine geht, dann wird meistens nur über die Menge geredet. Sehr selten findet man Diskussionen über die Qualität der Proteine, die viel ausschlaggebender für die Körperfunktionen ist. Es gibt nämlich Proteine, die der Körper viel besser verwerten kann als andere.

Bei der basischen Ernährung stehen folgende Lebensmittel als Proteinquellen zur Verfügung: 
Nüsse, Samen, Linsen, Bohnen, Kichererbsen, Quinoa, Amaranth, Vollkornprodukte, Hirse, Spirulina, Seitan, Tofu oder Tempeh.

Bei tierischen Proteinquellen wie Fleisch, Eiern, Käse, Wurst oder Milch fallen große Mengen an Harnsäure als Abfallprodukt an. Diese muss wiederum mit basischen Mineralstoffen neutralisiert werden, um ausgeschieden werden zu können. Das bedeutet, die Qualität dieser Proteine ist minderwertig, da der Körper unheimlich viel Energie aufwenden muss, um die Abfallprodukte zu eliminieren.

Außerdem enthalten pflanzliche Proteinquellen eine Unzahl an essenziellen Aminosäuren, die für unseren Organismus überlebenswichtig sind.

4) Kann ich durch basische Ernährung Gewicht verlieren oder auch zunehmen?

Man will es fast nicht glauben, aber paradoxerweise ist beides möglich.

Eines der Hauptsymptome von Übersäuerung ist Übergewicht. Wenn der Körper übersäuert ist, produziert er Fettzellen, die die Säuren einschließen, damit sie die umliegenden Organe nicht angreifen. Eine unglaublich clevere Eigenschaft unseres Körpers! Fängt man an, basische Lebensmittel zu konsumieren, bekommen die Fettzellen die Information, dass sie die Säuren langsam wieder freilassen können, damit sie durch die Basen neutralisiert und ausgeschieden werden können. Wer also nachhaltig abnehmen möchte, sollte versuchen viele Basen zur Verfügung zu stellen.

Derselbe Mechanismus versteckt sich hinter dem Untergewicht. Untergewicht ist ein Zeichen von Übersäuerung. Ein verschlacktes und übersäuertes Verdauungssystem hindert den Körper daran, die Nährstoffe, die über die Nahrung zugeführt werden, zu absorbieren. Dadurch wird einerseits verhindert, dass die ungesunden Nährstoffe noch mehr Schaden anrichten, aber andererseits können die wichtigen Substanzen auch nur schlecht aufgenommen werden. Die Folgen sind Kraftlosigkeit, Mangelernährung und ein geschwächtes Immunsystem.

 

Du siehst also, auch hier spielt der Säure-Basen-Haushalt eine unerlässliche Rolle für unser Wohlbefinden.

5) Kann man zu basisch werden?

Theoretisch ja, praktisch nein!

Grundsätzlich könnte ein Körper zu basisch werden, ABER das ist in der Praxis sehr, sehr, sehr, sehr schwer zu erreichen, denn auch hier würden die Puffersysteme alles dafür tun, um die überschüssigen Basen auszugleichen. Unser Körper produziert konstant Säuren bei seinen täglichen Prozessen. Das ist auch der Grund, weshalb wir uns basenüberschüssig ernähren sollen, um den Organismus dabei zu unterstützen diese Säuren neutralisieren und ausscheiden zu können.

Das sind nur 5 Gründe, weshalb wir zu 100% vom basischen Lebensstil überzeugt sind! Wer immer noch Zweifel hat, der kann ja mal ausprobieren, sich 10 Tage lang basisch zu ernähren. Das schlimmste, was dabei passieren kann, ist, dass man sich pudelwohl fühlt 😊.