Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate? - Basenbox - basisch essen leicht gemacht

BASENPOST

Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate?

Noch nie gab es so viele allgemein verfügbare Informationen zum Thema Ernährung und trotzdem wimmelt es nur so von Widersprüchen, die es einem schwer machen sich in diesem Informationsdschungel auszukennen. Kein Wunder, dass es bei diesem Thema unzählige verschiedene Theorien gibt, denn der menschliche Organismus ist ein höchstkomplexes System, das noch lange nicht bis ins Detail erforscht ist. Viele Theorien, die vor 5 Jahren noch als die goldene Regel galten, sind heute längst überholt und wiederlegt.

Um ein bisschen Licht in diese Dunkelheit zu bringen, wollen wir deshalb die allgemeinen Basics der Ernährungslehre näher betrachten.

 

Unsere Lebensmittel werden in 2 verschiedene Gruppen eingeteilt: Nahrungsmittel und Genussmittel. Die Nahrungsmittel wiederum untergliedern sich in verwertbare und unverwertbare Nahrungsmittel, wobei der Begriff „unverwertbar“ nicht ganz glücklich gewählt ist, denn auch die „unverwertbaren“ Nahrungsmittel sind überlebensnotwenig für den Organismus.

 

Der menschliche Organismus benötigt Energie, um seine Körperfunktionen aufrecht erhalten zu können. Der Energiegehalt eines Lebensmittels wird in Kilokalorien (kcal) angegeben. Physikalisch gesehen ist 1 Kilokalorie die benötigte Energiemenge, um einen Liter Wasser von 14,5 °C auf 15,5°C zu erwärmen.

Wer liefert unserem Körper aber die Energie? Dafür gibt es 3 ganz wichtige Brennstoffe: Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße! Jeder hat davon schon mal gehört, aber so richtig weiß man dann doch nicht, was das eigentlich ist.

Was sind also Kohlenhydrate?

Unser Gehirn und unsere Muskeln brauchen Kohlenhydrate, damit sie arbeiten können. Über das Blut gelangen sie in die Zellen und ermöglichen es dem Körper, seine Arbeit zu verrichten. Die Kohlenhydrate bestehen aus Zuckermolekülen. Zu den Kohlenhydraten gehören aber nicht nur süß schmeckende Lebensmittel wie Obst oder Schokolade. Auch Brot, Kartoffeln, Reis oder Nudeln sind Kohlenhydrate. 1g Kohlenhydrate liefert ca. 4 kcal.

Experten schauen bei den Kohlenhydraten, wie viele Zuckerbausteine sie enthalten. Es gibt Einfachzucker, Zweifachzucker und Vielfachzucker. Dies zu wissen, ist für die Ernährung sehr wichtig, denn die Kohlenhydrate werden im Körper unterschiedlich verarbeitet.

Kohlenhydrate haben oft einen schlechten Ruf, weil sie als Dickmacher gelten. Doch das stimmt nur bedingt. Denn Kartoffeln oder Vollkornnudeln beispielsweise haben gar nicht so viel Kalorien. Im Gegensatz zu Süßigkeiten muss der Körper die enthaltenen Vielfachzucker erst wieder in Einfachzucker zerlegen, damit sie verwertet werden können. Das sorgt dafür, dass wir nicht sofort wieder Heißhunger haben. Süßigkeiten jedoch kann der Körper sofort verwerten. Er verlangt dann aber auch schnell wieder nach „Nachschub“ und das sorgt wiederum dafür, dass wir womöglich mehr essen und daher an Gewicht zulegen.

Wozu benötigen wir Eiweiße?

Eiweiße (Proteine) sind Grundbausteine für den Körper. Sie sind Baustoffe für Zellen und verschiedene Gewebe (Muskel, Organe). Außerdem braucht sie der Körper für die Hormonbildung, das Immunsystem und als Transportstoff. Als Energiequelle dienen Proteine nur im Notfall (z.B. bei langem Hungern bzw. Fasten). Sie liefern pro Gramm ca. 4kcal. Eiweiße können kaum gespeichert werden. Daher ist eine ständige Zufuhr über die Nahrung für den Aufbau und die Neubildung von Körpersubstanz notwendig.

Es gibt tierische Eiweißquellen, wie z.B. Milch und Milchprodukte, Fleisch, Fisch oder Eier. Zu den pflanzlichen Eiweißlieferanten gehören Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Kichererbsen, …), aber auch Nüsse, Samen oder Sprossen. Auch verschiedene Getreidesorten enthalten hochwertiges Eiweiß.

Und was können Fette?

Fette sind die Energielieferanten schlechthin. Sie haben den höchsten Brennwert und liefern mit ca. 9 kcal pro Gramm etwa doppelt so viele Kalorien wie Proteine oder Kohlenhydrate. Fette sind außerdem Bestandteil von Körperstrukturen wie beispielsweise von Zellmembranen. Sie schützen die inneren Organe und den Körper gegen Kälte. Zusätzlich sind Fette Geschmacksträger und tragen daher wesentlich zu den Gaumenfreuden bei.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Fette ist ihre Fähigkeit fettlösliche Vitamine zu transportieren. Diese Vitamine brauchen das Fett, um an ihren „Arbeitsplatz“ zu gelangen und dort ihre Wirkung zu verrichten.

 

Du siehst also: Unser Körper braucht unbedingt alle 3 Brennstoffe, um einwandfrei zu funktionieren!

Es kommt nur darauf an, wie viel man wovon isst und wie nährstoffreich das jeweilige Lebensmittel ist.

 

Jetzt hast Du mal die wichtigsten 3 Brennstoffe kennengelernt (Alkohol zählt da eigentlich auch dazu, da er dem Körper viel Energie in Form von Kalorien liefert. Er ist aber alles andere als lebensnotwendig und hat daher in dieser Aufstellung nichts verloren).

Was jetzt noch fehlt, sind die „unverwertbaren“ Nahrungsmittel und jene, die dem Körper keine Kalorien liefern, aber trotzdem überlebenswichtig sind.

Das alles und noch viel mehr erfährst Du im nächsten Blogbeitrag…